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Eine weitere Möglichkeit, Querverbindungen oder Gemeinsamkeiten von Dokumenten zu finden, bietet die Filterfunktion in der Dokumentenliste.
Literaturempfehlungen
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Mit Stempel und Unterschrift
Diese Webseite ist ein interaktives Tool zur quellenkritischen Beschäftigung mit dem Thema NS-Zwangsarbeit.
Mehr als 13 Millionen Menschen wurden im Zweiten Weltkrieg aus den deutsch besetzten Ländern Europas zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich deportiert. Von ihnen waren 8,4 Millionen zivile Zwangsarbeiter:innen und 4,6 Millionen Kriegsgefangene. Außerdem mussten 1,65 Millionen KZ-Häftlinge Zwangsarbeit leisten. Die Alliierten bewerteten im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess 1945/46 Zwangsarbeit als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
2001-2007 zahlte die Stiftung EVZ an 1,66 Millionen ehemalige NS-Zwangsarbeiter:innen in 98 Ländern einmalige finanzielle Leistungen. Mit ihren Anträgen reichten die Überlebenden Dokumente ihrer Zwangsarbeit ein. 20 dieser Dokumente werden hier näher beleuchtet.
Auf der Webseite begegnest du 20 Schicksalen. Wo kamen die Menschen her, wo mussten sie arbeiten, was ist über ihr weiteres Leben bekannt? Außerdem erfährst Du Wissenswertes über die historischen Umstände, die Einfluss auf ihr Leben hatten.
Die Seite regt zur quellenkritischen Auseinandersetzung mit den Dokumenten an. Quellenkritische Fragen sind:
- Wer hat das Dokument wann ausgestellt? Handelte er/sie im Namen einer Institution?
- Zu welchem Zweck wurde das Dokument ausgestellt?
- Gibt es auf dem Dokument Notizen/Änderungen aus unterschiedlichen Zeiten?
- Was sagt das Dokument aus? Was verschweigt es eventuell? Sind alle Angaben glaubwürdig?
- Gibt es etwas, was du auffällig findest oder was dich erstaunt?
Oder etwas, was dich besonders berührt? - Welche Fragen ergeben sich zu der historischen Situation an dem betreffenden Ort, um das Dokument besser verstehen zu können?
Die Personen, um die es geht, waren oft noch sehr jung. Sie waren dem Krieg, einer rassistischen Ideologie und Rechtlosigkeit ausgesetzt. Ihre Geschichten stellen auch Fragen an uns heute: Wie wollen wir leben, und was sind wir bereit dafür zu tun?
Einstiegsebenen
Als interaktives Tool bietet »Mit Stempel und Unterschrift« unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten:
- Karussell mit Abbildungen der Dokumente
- Weltkarte
- Liste der Dokumente mit zusätzlicher Filterfunktion
Innerhalb eines Dokuments findest du folgende Elemente:
- Spots zum Erkunden des Dokuments
- Lebenslinie (Ausschnitt aus der Weltkarte zu einer Person)
- Zeitstrahl mit biografischen und historischen Daten
- Story zum Dokument mit Kontextwissen; darin Erklärung einzelner Begriffe auf einen Klick (Glossar)
- Fragen mit Quiz (Sobald du das Quiz zu einem Dokument gelöst hast, wird der Haken in der Liste der Dokumente grün.)
- Wortwolke zur Verknüpfung von Dokumenten nach Schlagworten (Wenn du einem Schlagwort folgst, verlässt du das gerade geöffnete Dokument.)
- Weiterführende Empfehlungen
- Abbildungsverzeichnis
Glossar
FAQ
Was macht den Quellenwert der Dokumente aus?
Auf der Webseite gibt es Dokumente sehr unterschiedlicher Qualität: vom originalen Arbeitsbuch bis zur schwarz-weiß Kopie eines durchgestrichenen Zettels. Die Geschichten, auf die wir im Laufe der Recherchen gestoßen sind, zeigen, dass jedes Dokument seinen eigenen Wert hat. Jedes Dokument fordert zu spezifischen Fragen heraus.
Wie kam die Stiftung EVZ an die Dokumente?
Bei den Auszahlungen an ehemalige NS-Zwangsarbeiter:innen in den Jahren 2001-2007 arbeitete die Stiftung EVZ mit sieben Partnerorganisationen zusammen. Diese nahmen die Anträge entgegen, entschieden darüber und zahlten die Geldleistungen aus. Die Antragsbearbeitung vor Ort begleitete die Stiftung EVZ mit eigenen Teams, die regelmäßig in den Partnerorganisationen stichprobenartige Prüfungen durchführten. Damit sollten einheitliche Standards weltweit sichergestellt werden. Die Prüfteams notierten sich, wenn sie besonders interessante Dokumente gesehen hatten (dass daraus einmal eine Webseite würde, war damals noch nicht klar). Die Unterlagen selbst blieben in den Partnerorganisationen.
Wie wurden die 20 Dokumente ausgewählt?
Aus einer Vielzahl von Dokumenten, die von NS-Arbeitsbüchern bis zu Selbstzeugnissen der ehemaligen Zwangsarbeiter:innen reichten, also zu unterschiedlichen Zeiten und für unterschiedliche Zwecke angefertigt worden waren, suchten wir möglichst verschiedene Beispiele aus: für unterschiedliche Herkunftsländer, Einsatzorte und Branchen (siehe Filterfunktion in der Dokumentenliste).
Warum sind manche Dokumente geschwärzt?
Von den 20 Protagonist:innen, deren Dokumente die Grundlage der Webseite bilden, haben viele der Veröffentlichung zugestimmt. Andere baten darum, ihren Namen zu schwärzen; wieder andere konnten nicht mehr gefragt werden.
Warum sind keine Dokumente ehemaliger westeuropäischer Zwangsarbeiter:innen dabei?
Das im Deutschen Bundestag im Jahr 2000 verabschiedete Gesetz über die Stiftung EVZ legte als Voraussetzung für eine Auszahlung fest:
- Zwangsarbeit in einem KZ, Getto oder einer vergleichbaren Haftstätte oder
- Deportation zu Zwangsarbeit unter haftähnliche oder vergleichbar schweren Lebensbedingungen.
Letztere betraf (entsprechend der nationalsozialistischen Rassenideologie) insbesondere slawische Zwangsarbeiter:innen aus unterschiedlichen Ländern.
Welche Opfergruppen wurden ebenfalls nicht vom EVZ Stiftungsgesetz erfasst?
Auch sowjetische Kriegsgefangene und italienische Militärinternierte, die völkerrechtswidrig besonders schweren Bedingungen ausgesetzt waren und Zwangsarbeit leisten musste, waren in dem Gesetz nicht berücksichtigt. Erst 2015 gab es eine Regelung für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene, von denen damals aber nur noch wenige am Leben waren.
Warum fehlt Russland unter den Herkunftsländern?
Tatsächlich sind auch Unterlagen von Personen in der Auswahl, die in Russland wohnten, als sie ihren Antrag auf »Entschädigung« stellten. Erst bei erneuter Beschäftigung mit den Dokumenten stellte sich heraus, dass sie nicht aus Russland deportiert wurden, sondern aus anderen Republiken der Sowjetunion.
Warum wird hier »Getto« ohne »h« geschrieben?
Sowohl in dem Dokument zum Getto Litzmannstadt als auch in der entsprechenden Forschungsliteratur wird »Getto« ohne »h« geschrieben. Um in den Texten kein Durcheinander mit zwei Schreibweisen zu erzeugen, ist »Getto« auf der gesamten Webseite ohne »h« geschrieben.
Was ist in der Wortwolke unter Kindern und Jugendlichen zu verstehen?
Bis zum Alter von 14 Jahren sprechen wir von Kindern, bei 15- bis 18-Jährigen von Jugendlichen. Unter dem Begriff »Frauen« sind in der Wortwolke also weibliche Personen ab 19 Jahren zu finden.
Was meint »verriegelte Heimat« in der Wortwolke?
Durch die Verschiebung der Grenzen in Europa im Zuge des Zweiten Weltkriegs, vor allem die Westerweiterung der Sowjetunion um polnische Gebiete (sowie die sowjetische Annektierung der drei baltischen Staaten), konnten ehemalige Zwangsarbeiter:innen nicht mehr in diese Gebiete zurückkehren. Das betraf vor allem Pol:innen und Ukrainer:innen. Sie mussten sich in anderen Regionen Polens ansiedeln oder sind emigriert.
Abbildungsverzeichnis
Wir danken allen weiteren Beteiligten für Zuspruch, Kritik und Unterstützung, insbesondere allen Partnerorganisationen der Stiftung EVZ, die uns eine Vielzahl von Dokumenten für die Auswahl zur Verfügung gestellt haben.
Kontakt
Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)
Friedrichstraße 200 (Aufgang B)
10117 Berlin
Impressum
Mit Stempel und Unterschrift.
Entdecke Dokumente zur Zwangsarbeit im Nationalsozialismus.
https://www.mit-stempel-und-unterschrift.de
Anbieterin dieser Webseite ist:
Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)
Friedrichstraße 200
10117 Berlin
Tel. +49 (0)30 259 297-0
Fax: +49 (0)30 259 297-11
E-Mail: info@stiftung-evz.de
Web: www.stiftung-evz.de
Die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts. Vertretungsberechtigt und inhaltlich verantwortlich ist der Stiftungsvorstand:
Dr. Andrea Despot (Vorstandsvorsitzende)
Jakob Meyer (Mitglied des Vorstands)
Rechtsaufsichtsbehörde: Bundesministerium der Finanzen, Wilhelmstraße 97, 10117 Berlin.
Die Redaktion der Website erreichen Sie hier: academy@stiftung-evz.de
An der Entwicklung der Quellenwerkstatt und dem Relaunch haben mitgewirkt:
Projektleitung (Relaunch 2025): Lotta Storm, Judith Blum (Stiftung EVZ)
Idee: Uta Gerlant
Gesamtkonzept: Uta Gerlant, Dr. Axel Doßmann, Ina Schacht
Recherchen: Dr. Axel Doßmann (2011), Uta Gerlant (2025)
Fachliches Konzept, Texte: Uta Gerlant
Beratung: Dr. Axel Doßmann, Lisa Schank, Karoline Wirth
Lektorat: Andreas Decker
Digitales Konzept, Gestaltung, Realisation: Ina Schacht, Claudia Prommegger (finedesign – Büro für Text & Gestaltung, Berlin)
Trailer: Gernot Wöltjen, Ben Böhm (doktales)
Programmierung: Willehad Grafenhorst
Projektmitarbeitende (erste Auflage): Stephanie Bock, Dr. Stefan Gehrke, Christiane Seiler, Lillia Votler.
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Quellennachweise
Wir danken allen weiteren Beteiligten für Zuspruch, Kritik und Unterstützung, insbesondere allen Partnerorganisationen der Stiftung EVZ, die uns eine Vielzahl von Dokumenten für die Auswahl zur Verfügung gestellt haben.